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Hausratversicherung vergleichen

Leistungen, Versicherungssumme und Kosten. Stand: Oktober 2026

Von Giampiero Brunetti · Stand: Oktober 2026 · Preisangaben: Stiftung Warentest, Stand 1. Januar 2026

Kurzantwort

Die Hausratversicherung ersetzt Ihre Einrichtung, wenn sie durch Feuer, Leitungswasser, Einbruch, Sturm oder Hagel beschädigt oder gestohlen wird. Als Mindestsumme nennt die Verbraucherzentrale 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Ist die Summe zu niedrig, droht Unterversicherung und der Versicherer zahlt nur anteilig. Im Test der Stiftung Warentest (Stand 1. Januar 2026) gab es gute Tarife ab 61 Euro im Jahr.

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Was die Hausratversicherung versichert

Versichert ist, was in Ihrer Wohnung beweglich ist, also Möbel, Kleidung, Elektrogeräte und Geschirr. Die Verbraucherzentrale nennt diese versicherten Gefahren:

GefahrBeispiele laut Verbraucherzentrale
FeuerBrand, Blitzschlag, Explosion, Flugzeugabsturz sowie Folgeschäden durch Rauch und Löschwasser
LeitungswasserRohrbruch, geplatzte Schläuche, Frostschäden
EinbruchEinbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus
Sturm und HagelSturm ab Windstärke 8, Hagel

Das Gebäude selbst ist nicht Teil des Hausrats. Dafür ist der Eigentümer zuständig, etwa über eine Wohngebäudeversicherung.

Die richtige Versicherungssumme

Die Versicherungssumme sollte dem Neuwert Ihres gesamten Hausrats entsprechen. Die Verbraucherzentrale nennt als Mindestempfehlung 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche:

WohnflächeVersicherungssumme bei 650 €/m²
50 m²32.500 €
80 m²52.000 €
100 m²65.000 €

Das ist ein Richtwert. Wer viel Elektronik, teure Möbel oder eine Sammlung besitzt, liegt oft darüber. Eine zu niedrige Summe führt zur Unterversicherung: Der Versicherer ersetzt dann einen Schaden nur anteilig. Bei 50 Prozent Unterversicherung zahlt er nach dem Beispiel der Verbraucherzentrale nur die Hälfte. Ein Unterversicherungsverzicht im Tarif beugt dem vor. Die Stiftung Warentest empfiehlt, ihn zu vereinbaren.

Ihren Richtwert berechnen Sie mit dem Hausrat-Summenrechner.

Welche Leistungen wichtig sind

Die Stiftung Warentest gewichtet im Hausrat-Test den Grundschutz mit 70 Prozent und den Zusatzschutz mit 30 Prozent. Die Übersicht ist eine Orientierung, keine Tarifempfehlung. Maßgeblich sind die Bedingungen des einzelnen Tarifs.

MerkmalWas die Quellen nennen
UnterversicherungsverzichtStiftung Warentest: Teil des Grundschutzes, sollte vereinbart werden
Grobe FahrlässigkeitStiftung Warentest: volle Leistung ohne Kürzung gefordert
AußenversicherungGegenstände außerhalb der Wohnung, meist bis zu drei Monate (Verbraucherzentrale)
Überspannung, SengschädenStiftung Warentest: gehören zum Grundschutz, ebenso Rauch- und Rußschäden
HotelkostenStiftung Warentest: Teil des Grundschutzes, wenn die Wohnung nach einem Schaden unbewohnbar ist
WertsachenBargeld, Schmuck, Urkunden: insgesamt 20 % der Versicherungssumme, Aufbewahrung im Geldschrank (Verbraucherzentrale)

Fahrrad, Elementar, Wertsachen: Zusatzbausteine

  • Fahrraddiebstahl ist laut Verbraucherzentrale nicht automatisch versichert, sondern ein Zusatzbaustein. Die Stiftung Warentest bewertet Schutz rund um die Uhr als Zusatzleistung.
  • Elementarschäden wie Überschwemmung gehören nicht zu den Standardgefahren. Die Stiftung Warentest rät, Elementarschutz zu prüfen und hinzuzufügen.
  • Weitere Extras laut Stiftung Warentest: Einbruchdiebstahl aus dem Auto in der EU, Gartenmöbel, Kinderwagen, Rollator und Lagerkosten.

Was die Hausratversicherung kostet

Die Stiftung Warentest hat 237 Tarife von 89 Anbietern verglichen (Stand 1. Januar 2026). Der Modellfall: 100 Quadratmeter Wohnfläche, zweites Obergeschoss, 80.000 Euro Hausrat. Preise wurden an zwei Orten ermittelt, in Ingolstadt (günstig, geringes Einbruchsrisiko) und Bremerhaven (teuer, hohes Einbruchsrisiko).

KennzahlWert laut Stiftung Warentest
Günstigster guter Tarif im Modellfallab 61 € pro Jahr
Preisunterschied bei ähnlichen Leistungenbis zum Siebenfachen
Preise in Ingolstadt und Bremerhavenje nach Wohnort deutlich verschieden

Das sind Marktdaten, keine Angebote für Sie. Ihr Beitrag hängt von Wohnort, Wohnfläche, Versicherungssumme und Leistungen ab. Preise und Konditionen ändern sich laufend. Maßgeblich sind die Angaben im Rechner und beim Anbieter.

Umzug, Wechsel und Kündigung

  • Umzug: Der Schutz in der alten Wohnung endet laut Verbraucherzentrale spätestens zwei Monate nach Umzugsbeginn. Melden Sie dem Versicherer die neue Adresse und Wohnfläche.
  • Kündigung: meist mit drei Monaten Frist zum Ende der Laufzeit. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr.
  • Beim Wechsel prüfen (Stiftung Warentest): Versicherungssumme, Limits für Wertsachen, Elementarschutz und Unterversicherungsverzicht.

Praktischer Hinweis: Kündigen Sie die alte Police erst, wenn die neue bestätigt ist, damit keine Lücke entsteht. Bei Zweifeln empfiehlt sich eine unabhängige Beratung, zum Beispiel über den Bundesverband der Versicherungsberater oder die Verbraucherzentrale vor Ort.

Häufige Fragen

Was ist in der Hausratversicherung versichert?

Laut Verbraucherzentrale sind Schäden an Ihrem Hausrat durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus sowie Sturm und Hagel versichert. Dazu zählen Möbel, Kleidung, Elektrogeräte und alles, was beim Auszug mitgenommen würde.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Die Verbraucherzentrale nennt als Mindestempfehlung 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei 80 Quadratmetern ergibt das 52.000 Euro. Die Summe sollte dem Neuwert Ihres gesamten Hausrats entsprechen.

Was bedeutet Unterversicherung?

Ist die Versicherungssumme zu niedrig, ersetzt der Versicherer einen Schaden nur anteilig. Die Verbraucherzentrale nennt als Beispiel: Bei 50 Prozent Unterversicherung zahlt der Versicherer nur die Hälfte des Schadens. Ein Unterversicherungsverzicht im Tarif schützt davor. Die Stiftung Warentest rät, ihn zu vereinbaren.

Ist Fahrraddiebstahl in der Hausratversicherung versichert?

Nicht automatisch. Nach Angaben der Verbraucherzentrale ist der Fahrraddiebstahl ein Zusatzbaustein. Die Stiftung Warentest zählt Fahrradschutz rund um die Uhr zum Zusatzschutz, nicht zum Grundschutz.

Gilt der Schutz auch außerhalb der Wohnung?

Über die Außenversicherung sind Gegenstände außerhalb der Wohnung meist nicht länger als drei Monate versichert, so die Verbraucherzentrale. Die Stiftung Warentest zählt die Außenversicherung zum Grundschutz.

Sind Wertsachen wie Bargeld und Schmuck versichert?

Dafür gelten Grenzen. Laut Verbraucherzentrale sind Bargeld, Schmuck und Urkunden insgesamt auf 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt und müssen in einem Geldschrank aufbewahrt sein. Prüfen Sie die Limits Ihres Tarifs.

Was gilt bei grober Fahrlässigkeit?

Der Grundschutz der Stiftung Warentest verlangt volle Leistung ohne Kürzung, auch wenn der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde, zum Beispiel durch ein vergessenes gekipptes Fenster. Ohne diese Klausel kann der Versicherer die Leistung kürzen.

Was kostet eine Hausratversicherung?

Im Test der Stiftung Warentest (Stand 1. Januar 2026) lagen gute Tarife im Modellfall mit 100 Quadratmetern und 80.000 Euro Hausrat ab 61 Euro im Jahr. Die Preise unterscheiden sich stark nach Wohnort, bei ähnlichen Leistungen bis zum Siebenfachen. Aktuelle Angebote zeigt der Rechner.

Was passiert bei einem Umzug?

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass der Schutz in der alten Wohnung spätestens zwei Monate nach Umzugsbeginn endet. Melden Sie den Umzug dem Versicherer und passen Sie Wohnfläche und Versicherungssumme an.

Wie kann ich meine Hausratversicherung kündigen?

Die Verbraucherzentrale nennt meist eine Frist von drei Monaten zum Ende der Laufzeit. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr. Kündigen Sie die alte Police am besten erst, wenn die neue bestätigt ist.

Quellen